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Entdecke Gottes Plan für dich

Datum:
Veröffentlicht: 6.1.20

Impuls für das neue Jahr 2020

Impuls für das neue Jahr 2020

Zu Beginn des neuen Jahres haben sich viele Menschen Vorsätze gesetzt, die sie im laufenden Jahr umsetzen möchten. Eine Freundin der Abtei Maria Frieden hat sich darüber Gedanken gemacht und einen Impuls verfasst, den wir an dieser Stelle veröffentlichen möchten:

Bist du bereit für ein Abenteuer mit Gott?

Entdecke seinen Plan für dich! Mach dich wie die Sterndeuter auf den Weg zu ihm. 

Gott hat sich für jeden Menschen von Ewigkeit her einen Plan ausgedacht. Denn er liebt dich so sehr und möchte, dass du glücklich bist! Das bedeutet nicht tagtäglich Friede, Freude, Eierkuchen. Doch es bedeutet, dass er deinen Weg mit dir gehen möchte. Nicht nur für heute, sondern zu jeder Zeit und an jedem Tag – für immer! Passend zum neuen Jahr, laden wir dich auf ein Abenteuer mit Gott ein! Dafür brauchst du nicht deine Koffer zu packen. Das Wichtigste ist: Zeit. Wie für jede Beziehung, möchte auch Gott eine Beziehung zu dir aufbauen. Das benötigt Zeit, Geduld und manchmal auch Hingabe.

Zeit

Diese kannst du Gott schenken, indem du dich im Gebet an ihn wendest. Wir dürfen Gott Vater nennen. Also dürfen wir auch zu ihm als sein Kind kommen. Egal ob es ein Vater Unser, ein freies Beten, ein Rosenkranz oder auch mal ein persönliches Gespräch ist – Gott hört dir zu! Erzähl ihm von deinem Tag, von deinen Erlebnissen, von deinen Sorgen und Ängsten! Bitte ihn um seinen Beistand, seine Kraft, seine Führung, sein tröstendes Wort. Vergiss aber auch nicht zu danken!

Zeit hat aber einen weiteren Aspekt: das Hören. Um ein Gespräch zu führen, muss man seinem Gegenüber auch zuhören, was er oder sie zu sagen hat. Auch vor Gott kannst du still werden und lauschen. Das geht z. B. wunderbar in einer Kirche oder in einer Zeit der Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten (in der Abtei findet sie z.B. jeden Donnerstag und Sonntag statt). Man sollte nicht unbedingt erwarten, dass man plötzlich eine Stimme hört. Dafür hat uns Gott die Bibel geschenkt, die wir nur aufzuschlagen und zu lesen brauchen. Aber vielmehr dürfen wir vor dem Herrn auch einfach nur still werden und ihn anschauen. Probiere es doch einmal aus!

Geduld

Hattest du bis hierher Geduld, den Text zu lesen? Wie sieht es mit deiner Geduld in deinem alltäglichen Leben aus? Wirst du schnell ungeduldig, wenn du mal wieder länger warten musst? Geduld kann einen auf eine Probe stellen. Mal passt das eine nicht, dann geht das andere viel zu langsam. Doch gerade die Geduld ist es, die uns die Treue lehrt. Sei treu im Gebet, treu im Vertrauen auf Gott. Denn die Regelmäßigkeit gibt den Ausschlag. Würdest du einen Freund nur dann kontaktieren, wenn du etwas von ihm brauchst? Genauso ist es mit Gott: Ich wende mich nur an ihn, wenn ich ihn mal brauche: für ein gutes Gelingen einer Prüfung, für seinen Beistand in einer schwierigen Phase oder um ihm mein Leid zu klagen. Doch hast du schon mal versucht, dich jeden Tag auf Gott einzulassen? Ohne Zweifel gibt es Tage, an denen man am liebsten nur allein sein möchte und erst recht nicht an Gott denken geschweige denn zu ihm beten möchte. Das bestätigen uns beispielsweise schon viele Heilige. Wir sind also nicht allein! Doch es lohnt sich, Gott eben nicht in Ruhe zu lassen! Jesus selbst bittet uns darum, nicht locker zu lassen (vgl. z.B. Mt 6, 5ff.; Mt 26, 36ff.) und der Apostel Paulus ruft uns regelrecht dazu auf, ohne Unterlass zu beten (vgl. 1 Thess 5, 17). Das heißt aber nicht, dass man jeden Tag drei Stunden beten muss. Nein, auf die Regelmäßigkeit kommt es an. Ein Vorschlag: Nimm dir für dieses neue Jahr vor, jeden Tag Gott im Gebet zu begegnen. Es können 5 Minuten oder auch eine ganze Stunde sein. Doch es sollte jeden Tag sein, auch wenn es manchmal (sehr) schwerfällt. Und übe dich in deiner Geduld für Gott!

Doch es gibt noch eine zweite Facette der Geduld: die Geduld MIT Gott. Man kann und sollte nicht erwarten, dass alles vom Himmel kommt. Wäre dem so, gäbe es heute wohl noch viel mehr Lotterie-Gewinner. Manchmal ist die Zeit noch nicht reif dafür oder es sollte nicht sein. Gott wirkt manchmal auch nicht sofort. Es kann sich über Jahre oder gar Jahrzehnte hinziehen, wie wir es zum Beispiel von der Hl. Monika wissen. Sie betete Jahrzehnte lang dafür, dass ihr Sohn Augustinus sein Abenteuer mit Gott entdecken würde, was er letztlich auch tat. Geduld für und mit Gott – ein Versuch ist es wert!

Hingabe

Sie mag einem vielleicht erst einmal komisch vorkommen. Wie soll ich mich Gott denn hingeben? Dabei steckt die Hingabe im Wort selbst: Hin-Gabe. Jeder Mensch hat Talente und individuelle Fähigkeiten, die einen jeden zu einem Unikat machen. Auch du hast solche Gaben und Talente! Nutze sie! Nutze sie für Gott und gib sie ihm HIN! Das heißt auch, dass wir diese Gaben auch unseren Brüdern und Schwestern (wir sind ja alle Kinder Gottes!) zuteilwerden lassen können. Denn im gegenseitigen Helfen und Sich-Hin-Geben, geben wir uns gleichzeitig Gott hin (vgl. Mt 25,40). Manchmal bedeutet Hingabe aber auch, ein Opfer zu bringen. Opfer können vielfältig sein. Es kann ein Verzicht auf eine bestimmte Sache sein, z.B. das Auto auch mal stehen zu lassen oder seine Zeit für eine gute Sache zu opfern. Ein Opfer muss aber auch nicht gleich ein Verzicht sein. Ein Opfer kann auch etwas sein, was man zusätzlich auf sich nimmt. Es kann ein längst überfälliger Anruf eines Verwandten sein. Es kann die Begrüßung eines Menschen sein, den man vielleicht nicht sonderlich gerne hat. Es können aber auch die zusätzlichen 10 Minuten sein, die man Gott im Gebet oder im Lesen der Bibel schenkt. Schlag sie doch am besten noch heute auf!

Zeit, Geduld und Hingabe. Drei Vorsätze für das neue Jahr. Ein Rezept für ein Abenteuer mit Gott. Bist du bereit?