Allgemeine Informationen

Zum Ort Kirchschletten

Der Ort wurde vermutlich im 8. Jahrhundert durch Slawen gegründet. Das Wort „Schletten“ kommt aus dem Slawischen und bedeutet Moorgrund. Der Namensteil „Kirch“ wurde zur Unterscheidung zum nahegelegenen „Windischletten“ zugefügt und verweist auf die Pfarrkirche im Ort.

Kirchschletten lag im Einflussbereich der Fürstbischöfe von Bamberg. Im Spätmittelalter wurde neben der Pfarrkirche eine kleine Burg errichtet, von der heute jedoch nichts mehr zu sehen ist. 1805 kam der Ort als Folge der Säkularisation zu Bayern; 1972 wurde er vom Markt Zapfendorf eingemeindet. Derzeit hat Kirchschletten etwa 110 Einwohner, die in rund 25 Häusern wohnen. Die Straßen haben keine Namen, die Häuser sind durchnummeriert. Im Ortszentrum liegt die Pfarrkirche, die zusammen mit weiteren Gebäuden eine Art Insel bildet, um die herum eine kreisförmige eine Straße führt. Von dieser zweigen Verbindungsstraßen in die Nachbarorte ab.

Gründung der Abtei Maria Frieden

Die Geschichte der Abtei Maria Frieden beginnt offiziell am 23. Juni 1953. An diesem Tag übergab der damalige Abt Emmanuel Maria Heufelder von Niederalteich das Klostergut Kirchschletten Mutter Edeltraud Danner OSB mit den Worten: „Wir glauben, dass die Vorsehung Gottes den heutigen Tag gefügt hat. Wir glauben, dass es der Wille Gottes ist, dass wir unser Klostergut Kirchschletten, das durch so viele Jahrzehnte durch die Mühe der Mönche von Niederalteich betreut wurde, den Benediktinerinnen vom Eucharistischen König übergeben sollen.“
Äbtissin Edeltraud, gebürtig in Chieming am Chiemsee, hatte die erste Gemeinschaft von Benediktinerinnen auf den Philippinen gegründet. Mit dem ihr eigenen Mut und Gottvertrauen und unbeschreiblichen Einsatz verstand sie es, zusammen mit einer Gefährtin und ihren philippinischen Mitschwestern, die sie zum Aufbau rief, die Grundlagen für unser Leben in Kirchschletten zu schaffen.
Am 28. Mai 1953 übernahm der Bamberger Erzbischof Josef Otto Kolb die Benediktinerinnen vom Eucharistischen König nach einstimmigen Beschluss des Domkapitels in die Erzdiözese Bamberg auf. Damit konnte das 1917 begonnene benediktinische Leben in Kirchschletten weitergeführt werden. Unter den zahlreichen Ordensgemeinschaften des Erzbistums sind wir die einzige Benediktinerinnenabtei.