Einblicke

Apfelernte
Apfelernte

Während der Ordensausbildung werden unsere Novizinnen in den Folgenden Themen/Fächern unterrichtet. Die Länge der Unterrichtseinheiten richtet sich danach, welches Vorwissen die Postulantin mitbringt:

  • Leben und Regel des Hl. Benedikt
  • Liturgie
  • Einführung in die biblischen Schriften mit besonderem Blick auf die Psalmen
  • Persönlichkeitsbildung - was macht eine gute Nonne aus?
  • Ordens- und Hausgeschichte

Darüber hinaus finden mehrmals im Jahr Noviziatswochen statt, in denen sich alle Postulantinnen, Novizinnen und Juniorinnen treffen und an einer gemeinsame Fortbildungswoche teilnehmen.

Während des Postulats und des Noviziats erhält die neue Mitschwester außerdem Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche des Hauses, in denn sie mithilft.

Ordensschwester werden - FAQ

Welche Ausbildung brauche ich, um eintreten zu können?

Im allgemeinen ist es förderlich, eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen zu können. Der Schulabschluss und die Noten spielen dabei keine Rolle. In Einzelfällen und bei vorhandener Reife ist auch ein Eintritt direkt nach dem Abitur möglich, dies muss jedoch sorgfältig geprüft werden, da es sich bei einem Ordenseintritt um eine Lebensentscheidung handelt, die nicht übereilt getroffen werden sollte.

Nein. Es ist sehr schön, wenn jemand Latein kann und wir freuen uns über alle Gaben, die mitgebracht werden. Unser Chorgebet ist jedoch auf Deutsch und sowohl die lateinischen Gebete als auch der gregorianische Choral bestehen aus sehr eingängigen und einfachen lateinischen Texten, deren Übersetzung man sich leicht merken kann, z.B. "Agnus dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis - Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt, erbarme dich unser".

Nein. Obwohl wir unserer Klausur einen hohen Stellenwert zumessen, haben keine päpstliche Klausur wie z.B. Karmelitinnen. Im kanonischen Noviziatsjahr werden die Außenkontakte zwar stark eingeschränkt, aber dies dient lediglich dazu, das Einleben zu erleichtern. Normalerweise kann man hier zu abgesprochenen Zeiten Besuch empfangen und den jährlichen Urlaub kann man dort verbringen, wo man möchte - solange es sich mit den monastischen Idealen vereinbaren lässt (d.h. nicht unbedingt am Ballermann).

Keine. Wie der Herr der Hl. Schwester Faustyna offenbarte, ist es von größerem Wert eine Stunde lang seine Leiden zu betrachten, als sich ein Jahr lang bis aufs Blut zu geißeln. Unsere Mutter Edeltraud war der Ansicht, dass sowieso die alltäglichen, im verborgenen getanen Opfer den höchsten Stellenwert der Liebe haben. Das fängt bei ganz kleinen Dingen an, z.B. ob ich das benutzte Taschentuch, das ich im Gang liegen sehe aufhebe und wegwerfe, oder darauf warte, dass die Mitschwester, die Putzdienst hat, das endlich erledigt.

Nein. Diese Praxis haben wir nach dem 2. Vatikanischen Konzil aufgegeben, denn jemand ohne sein Wollen die Haare abzuschneiden grenzt an Körperverletzung. Das Haar sollte nach der Einkleidung so getragen werden, dass es gut unter dem Schleier verstaubar ist und nicht herausschaut. Für längeres Haar empfielt sich ein Dutt oder Zopf, kurzes Haar kann mit Haarklammern etc. zurückgesteckt werden. Über Frisur und Haarlänge entscheidet also jede Schwester selbt.

Rechtlich gesehen ist das Mindesalter beim Eintritt das vollendete 18 Lebensjahr. Aufgrund fehlender Lebenserfahrung und notwendiger geistiger Reife ist es jedoch die Ausnahme, dass jemand mit 18 Jahren eintritt. Allerdings haben wir eine Aspirantin, die 14 Jahre alt ist und der ein Eintritt möglich wäre, wenn sie den Kontakt mit uns aufrecht erhält und es mit 18 Jahren immernoch möchte. Mit zunehmendem Alter wird es natürlich schwerer, sich in dieser neuen Umgebung einzuleben. Eintritte jenseits der 50er Jahre bilden eine ebenso seltene Ausnahme wie die zuvor beschriebenen. Meist befinden sich Interessentinnnen in den 20er oder häufiger in den 30er Jahren.