Liturgie und Gebet

Chorgebet

„Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“ (RB 43,3). 

Indem wir uns bestimmte Zeiten des Tages fest für das Gebet freihalten, soll die Beziehung zu Jesus Christus das tragende Fundament unseres Tun und Handelns bilden. Die tägliche Eucharistiefeier, das gemeinsam gesungene Chorgebet, die persönliche Gebetszeit sowie die Lesung der Hl. Schrift (Lectio Divina), die in der Regel Benedikts einen hohen Stellenwert hat, prägen unseren Tagesablauf.

So wollen wir der Aufforderung der Hl. Schrift „Betet ohne Unterlass“ (1 Thess 5,17) nachkommen, indem unsere Seele stets mit dem HERRN in Verbindung bleibt und das Lob Gottes, mit welchem unser Tag sowohl beginnt als auch endet, den Alltag durchtränkt und nie verstummt.

In den Psalmen des Stundengebetes tragen wir die Nöte der ganzen Welt vor Gott und in den Fürbitten nehmen wir die konkreten Anliegen der Menschen, die sich an uns wenden, mit ins Gebet. Gerne können Sie uns Ihre Gebetsanliegen zukommen lassen.

 

eucharistisch - marianisch - benediktinisch

Als Benediktinerinnen legen wir besonderen Wert auf eine schön gestaltete, feierliche und würdevolle Liturgie. Sie ist nämlich die tragende Säule unseres Tages. In der Hl. Messe erhalten wir Kraft für den Tag. Nur durch die Gnade Gottes ist der Dreischritt, der aus der Regel Benedikts herausgelesen werden kann, lebbar:
„Ora et labora et lege.“ - „Bete und arbeite und lies.“ 
Diese Struktur teilt den Tag einer Benediktinerin ein. Denn ein gelingendes geistliches Leben, wie Benedikt es versteht, braucht ein ausgewogenes Maß von Gebet, Arbeit und geistlicher Lesung. Ohne persönliche Lesung und privates Gebet ist keine intime Gottesbeziehung entfaltbar, ohne sinnerfüllte Arbeit entsteht keine Zufriedenheit und ohne Liturgie würden wir uns der Nähe Gottes in den Sakramenten und im gemeinsamen Beten berauben.

Jede benediktinische Abtei ist unterschiedlich. Durch unsere Gründerin ist die Abtei Maria Frieden besonders eucharistisch und marianisch geprägt. Sowohl die Anbetung des Herrn im allerheiligsten Sakrament prägt unseren Wochenrhythmus als auch die Verehrung der Gottesmutter, die uns zu ihrem Sohn Jesus hinführen soll.