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Eine musikalische Zeitreise in den Barock

Datum:
Veröffentlicht: 29.7.20
Von:
Abtei Maria Frieden
Sebastian Christoph Jacob begeistert auf seiner Konzertgitarre
Neben einer hohen Konzentration ist auch ein gutes Fingerspitzengefühl beim Spielen gefragt.

Von einem der bedeutendsten Komponisten aller Zeiten, Johann Sebastian Bach, über den seiner Zeit besten Lautenvirtuosen Silvius Leopold Weiss bis hin zum spanischen Komponisten und Gitarristen Gaspar Bartolomeo Sanz führte das Konzert von Sebastian Christoph Jacob aus Berlin viele Zuhörer trotz Abstandsbestimmungen in die Klosterkirche der Abtei Maria Frieden. Bei sommerlichen Temperaturen ließ Jacob seine Konzertgitarre mit mehreren Stücken der barocken Komponisten erklingen.

Kaum waren die ersten Töne der Fantasie und Passacaglia des Lautenisten Weiss erklungen, befand man sich als Zuhörer in einer ganz anderen Zeit. Die Atmosphäre der Abteikirche und deren Akustik trugen dazu bei, den ruhigen, fast schon meditativen Melodien von Weiss aufmerksam zuzuhören. Mit Werken wie Allemanda oder Sarabanda aus der Partita in D-Moll von Bach (BWV 1004) zeigte Jacob, dass die Werke Johann Sebastian Bachs auch der Konzertgitarre den barocken Klang entlocken können. Bei den Stücken des vielleicht noch eher unbekannteren Gitarristen Gaspar Bartolomeo kam ein gewisses spanisches Flair durch tänzerische Rhythmen vermischt mit melodischen Verzierungen auf wie etwa bei dessen „Zarabanda“.

Die Begeisterung für das Konzert mündete in schallendem Applaus der Zuhörer und einer musikalischen Zugabe Jacobs. Mutter Mechthild Thürmer OSB war ebenso angetan und bedankte sich herzlich mit einer handgefertigten Kerze aus der hauseigenen Wachswerkstatt bei Jacob. Gleichzeitig sprach dem gern gehörten Musiker eine erneute Einladung aus, die er in der Vergangenheit mit sehr gut besuchten Konzerten in der Abtei Maria Frieden bereits einige Male angenommen hatte.